2 Wochen,1 Webshop, $200.000
Projekt/ Produkt:
Account based Ticketing Webshop
Ziel:
Design eines funktionalen Vorschau Prototyps
Teamzusammensetzung:
UX Designerin, 1 Web Developer, 1 Product Owner, Technischer Manager
Rolle:
Konzeptionelle UX-Leitung (faktisch übernommen) – duale Studentin
Schwerpunkt: Design Impact & Business Value
Kontext
Als Founding Designerin war ich verantwortlich für Konzeption, UX-Design und visuelles Branding einer neuen B2B- & B2C-Lösung für den US-Transportmarkt.
Ziel war es, einen überzeugenden Prototyp zu entwickeln, der Business-Stakeholdern den Mehrwert unserer Lösung klar aufzeigt und damit die Grundlage für die Markteinführung schafft.
Das Team war klein. Ein Product Owner, ein Entwickler, ein technischer Manager und ich.
Wir arbeiteten in einem engen Zeitfenster ohne externes Research-Budget an daran ein Produkt zu präsentieren, das funktional, glaubwürdig und sofort anschlussfähig sein sollte.
Herausforderung
Ich sollte Management und Sales dabei unterstützen Kunden und externe Stakeholder davon zu überzeugen, dass wir ebenfalls eine Lösung anbieten, die eine bessere Value Proposition bietet und so die Freigabe für eine Kooperation sichern.
Ein erfolgreicher Abschluss hätte einen zusätzlichen Gewinn von rund 200.000 USD pro Verkauf bedeutet. Da das System von Grund auf neu entwickelt wurde, lag der Fokus auf einer skalierbaren Architektur auf die später auch B2B-Funktionen gelegt werden konnten. Ohne greifbares Produkt fehlte die Überzeugungskraft, um diesen Mehrwert zu demonstrieren.
Vorgehen
Ich begann mit einer Wettbewerbsanalyse des Produktes vom Marktkonkurrenten Marathon, um strukturelle Schwächen wie doppelte Call-to-Actions und unklare Navigationspfade aufzudecken.


Daraus entstand eine neue Informationsarchitektur, die für eine bessere Orientierung und eine sauberere UX die Kartenverwaltung und Kontoeinstellungen klar voneinander trennte.

Parallel entwickelte ich auf Basis einer Markenanalyse der US-Transportbranche ein visuelles Konzept, das auf Reliability und Safety fokussiert.
Um die emotionale Wirkung zu erhöhen, entwarf ich eine fiktive Idealmarke, die Vertrauen, Professionalität und Verlässlichkeit verkörperte.

Ein erster, humorvoller Designansatz, inspiriert von einer nahbaren freundlichen Markenstimme, wurde von Stakeholdern als zu verspielt empfunden.
Ich reagierte sofort und schärfte die visuelle Sprache zu einer klar professionellen, vertrauensbildenden Ästhetik.
Der größte Hebel war schließlich die Anbindung des Prototyps an echte Backend-Daten. So konnten wir zentrale Funktionen live zeigen. Bereiche, die im Zeitrahmen nicht umgesetzt wurden, hatte ich transparent in die Gesamt-Journey eingeordnet, um die Vision glaubwürdig zu halten.
Vorher

Nachher

Meine Entscheidungen folgten dem Prinzip „Trust First. In einem Markt, in dem Zuverlässigkeit zählt, musste das Design mehr als schön sein, es musste vertrauenswürdig wirken.
Das Zusammenspiel von Emotional Design und funktionaler Beweisführung war hier entscheidend. Es sollte Gefühle wecken und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit sichern.
Des weiteren war ehrliches Scope-Management wichtig. Lieber transparent über Grenzen sprechen als Vertrauen durch Überinszenierung riskieren.
Outcomes
Durch die Entwicklung eines High-Fidelity-Prototyps konnten wir die externen Stakeholder überzeugen und die Freigabe für eine strategische Zusammenarbeit sichern. Der Prototyp wurde zum zentralen Sales-Asset mit einem potenziellen Umsatzwachstum von 200.000 USD pro Abschluss und stärkte nachhaltig die teamübergreifende Kollaboration zwischen Design, Sales und Entwicklung.









